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Historische Denkmäler: auf den Spuren der Geschichte, Sagen und Legenden

Die Spuren der reichen Geschichte von Krapkowice sind bis heute in Form von vielen, vorwiegend architektonischen Denkmälern erhalten. Unter den besonders zauberhaften, historischen Standorten sind der Marktplatz in Krapkowice und die Parks in Rogów Opolski und Dąbrówka Górna zu erwähnen.

Marktplatz in Krapkowice Das Wappen von Krapkowice.jpeg

Den repräsentativsten Stadtteil bildet der Marktplatz in Krapkowice. Er besitzt eine typisch mittelalterliche Bebauung – einen Springbrunnen in der Mitte und alte Miethäuser um den Platz. Diese sind nebeneinander im Rechteck angelegt und von schmalen Zufahrstraßen durchschnitten. Das älteste Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert – Haus am Marktplatz Nr. 4 mit unveränderter Fassade aus dem Jahre 1784. 1945 wurde das Haus durch Brand zerstört und 1950 wieder aufgebaut. Das Gebäude ist im spätbarocken Stil errichtet, an der Ecke des Marktplatzes positioniert, und mit einem Giebeldach bedeckt. Die Frontfassade ist fünfachsig gegliedert, mit einer Eingangtür in geschlossener Türleibung. Das Satteldach ist mit Eternit gedeckt. An einem der Eckhäuser befindet sich das Wappen von Krapkowice – früher hatte hier der Magistrat seinen Sitz, heute findet man hier ein Restaurant. Vor Jahren stand ein hölzernes Rathaus in der Mitte des Marktplatzes. Es wurde 1845 durch einen großen Brand zerstört und kehrte nie auf den Marktplatz in Krapkowice zurück.

 

Die Bastei und Schutzmauern in Krapkowice

Die Bastei und Schutzmauern in Krapkowice.jpeg Die Schutzmauern in Krapkowice.jpeg Der Bau der Schutzmauern wurde 1384 und 1418 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Später wurden die Schutzmauern mehrmals umgebaut und erneuert. Den attraktivsten Teil dieser Bebauung bildet der Turm der Oberpforte, d.h. die Bastei in Krapkowice. Sie ist gleichzeitig das Symbol der Stadt. Die Bastei wurde zur Wende von 14. zum 15. Jahrhundert errichtet, ca. 1580 umgebaut und 1895, 1915 und vor 1939 erneuert. Sie wurde auf der Grundform eines Rechteckes aufgebaut und erhielt einen gotisch-renaissancen Stil. Nach der von der öffentlichen Selbstverwaltung finanzierten Konservierung gehört sie zu einem der 18 bestens gepflegten architektonischen Denkmäler in Polen, was die vom Ministerium für Kultur und Nationalerbe 2007 verliehene Auszeichnung bestätigt. Gerade von diesem Ort erklingt jeden Tag zu Mittag das Turmlied von Krapkowice. Weitere Attraktion bildet auch die Aussichtsterrasse, von der das wunderschöne Panorama der Opawskie Berge (Góry Opawskie) bewundert werden kann. Außergewöhnliche Erinnerung an die Besichtigung der Bastei in Krapkowice ist das handgeschöpfte Papierblatt aus der dort tätigen Büttenpapierfabrik "Czerpuś“.


 

Das Schloss in Krapkowice

Das Schloss stammt aus der späten Renaissance. Sein Bau wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt. Die ursprünglichen Eigentümer des Schlosses, das Geschlecht von Redern, besaßen das Schloss bis zum Jahr 1775, damals ging das Schloss in den Besitz der Familie Haugwitz über. Nach einem grundlegenden Wiederaufbau erlebte das Schloss Ende des 19. Jahrhunderts seine Blütezeit. Während des II. Weltkrieges wurde sein Baukörper zerstört. Nach seinem Wiederaufbau und mehreren Renovierungen hat das Schloss seinen ursprünglichen Stil verloren. Im Geschoss wurden die Arkaden zugemauert, Fenster eingesetzt und die bisherigen Kreuzgänge zu einem Korridor umgebaut. Auf dem Schlosshof blieb der historische Brunnen erhalten, der höchstwahrscheinlich noch in der mittelalterlichen Zeit entstand. Die Tiefe des Brunnens beträgt ca. 30-40 Meter vom Wasserspiegel. Die Wände wurden aus Steinen errichtet. Von der früheren Einrichtung der Innenräume sind zwei barocke Wandleuchten in Form eines Engels, die sich über den zum früheren Ballsaal führenden Steintreppen befinden, mehrere reicht verzierte Kachelöfen und die wunderschöne Eichengetäfel mit Anrichten im Speisesaal erhalten. Im Schloss befindet sich aktuell der Sitz des Berufsschulzentrums.

Das Schloss in Krapkowice .jpeg
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 Ruinen der Ritterburg in Otmęt

Die Burg entstand Ende des 12. Jahrhunderts. Die ältesten erhaltenen Mauern stammen aus dem 16. Jahrhundert. Heute ist die Burg leider eine Ruine. Nach den Legenden gehörte die Burg ursprünglich den Templern. Später stand sie unter der Verwaltung der lokalen Geschlechter. In der Zwischenkriegszeit befand sich die Burg im Besitz des Schuhunternehmers Tomasz Bata.

 

Das Schloss in Rogów Opolski (Schloss- und Parkkomplex)

Das Schloss ist neben der Bastei i Krapkowice die größte touristische Attraktion der Gemeinde. Es wurde nach dem Jahre 1600 aus den Mitteln der Familie Rogoysky von Rogoznik (Mähren) errichtet. Später ging das Schloss in den Besitz des Grafen Carl Wilhelm von Haugwitz, den Geschlechtsvertreter, über. Unter seiner Verwaltung befand sich Rogów und die Nachbarschaftsgebiete bis zum Ende des II. Weltkrieges. Das zunächst zerstörte Schloss veränderte sich im Laufe der Zeit in einen repräsentativen Adelsitz, der malerisch an der Böschung des früheren Flussbettes der Oder gelegen ist.  Das Schloss in Rogów Opolski befindet sich auf den Fahrradrouten der Gemeinde Krapkowice. In dem erneuten Gebäude befindet sich der Sitz der Öffentlichen Woiwodschaftsbibliothek Opole, in der viele wertvolle Urkunden und Bücher gesammelt werden. Der älteste Druck stammt aus dem Jahre 1488. Das Schloss in Rogów übt - neben der Erfüllung kultureller Aufgaben - die Funktion eines Konferenz- und Businesszentrums aus. Das zauberhaft restaurierte Schlossgebäude ist mit einem 20 Hektar großen Landschaftspark mit wertvollem Baumbestand umgeben, in dem man vielen selten in Polen auftretenden Baumarten, wie z.B. der Ginkgobaum und der Tulpenbaum, begegnen kann.

Das Schloss in Rogów Opolski.jpeg Das Schloss in Rogów Opolski.jpeg Das Schloss in Rogów Opolski.jpeg




Der Hof und Park in Dąbrówka Górna

Der barocke Hof ist ein wichtiger Punkt auf der Denkmalkarte der Gemeinde Krapkowice. Er ist malerisch an der Böschung der Oder gelegen und stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 1907 wurde er zu einem prachtvollen Palast umgebaut. Eine weitete Attraktion bildet der Landschaftspark mit wertvollen Baumarten, unter denen die Schwarz-Erle vorherrscht.

 

Die Kirche des Heiligen Nikolaus in Krapkowice

Die Kirche wurde schon 1330 urkundlich erwähnt. Sie wurde in romanischen Stil errichtet, in späteren Jahren wurden jedoch viele architektonische Änderungen vorgenommen. 1428 wurde die Kirche von den Hussiten zerstört. Mehrere Brände haben der Kirche geschadet. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahr 1626 gehörte das Gotteshaus den Protestanten. 1896 fand der letzte Umbau der Kirche statt. Jeweils im September werden hier Bibeltage veranstaltet.

Die Kirche des Heiligen Nikolaus in Krapkowice.jpeg Die Kirche des Heiligen Nikolaus in Krapkowice.jpeg

 

Kirche Mariä Himmelfahrt in Otmęt

Die mit einer Steinmauer umgebene Kirche ist eines der interessantesten Sakralgebäude in Krapkowice. Sie wurde das erste Mal am Anfang des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Sie wurde im Laufe der Jahre mehrmals umgebaut und nach dem Brand im Jahre 1945 vollständig wiederaufgebaut. Von dem alten Tempel sind nur der gotischer Turm aus Bruchgestein und wenige architektonische Stützelemente aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Die Kirche ist von einer Steinmauer umgeben, die an der Wende vom 16. zum 17 Jahrhundert errichtet wurde. Beachtenswert sind auch die Renaissance-Grabplatten von Jerzy Buchta (den 1608 gestorbenen Eigentümer von Otmęt) und Fryderyk Czettricz von Kinsberg (gest. 1610). Neben der Kirche befindet sich die neogotische gemauerte Kapelle aus dem 19. jahrhundert.

 

Kirche der Heiligen Fabian und Sebastian in Kórnica.jpeg Kirche der Heiligen Fabian und Sebastian in Kórnica

Das spätbarocke Gebäude wurde 1795 errichtet und im 15. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie ist auf einem Hügel platziert und wurde aus Ziegeln gebaut. Neben der Kirche befindet sich der Kirchhof. Vor dem Eingangstor steht das aus dem Jahre 1893 stammende Kreuz.

 

Kirche der Heiligen Apostel Philippus und Jakobus des Älteren in Rogów Opolski

Kirche der Heiligen Apostel Philippus und Jakobus des Älteren in Rogów Opolski .jpeg Die Pfarrkirche der Heiligen Apostel Philippus und Jakobus des Älteren in Rogów Opolski wurde 1300 errichtet. 1335 wurde sie zur ersten Mal urkundlich erwähnt. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche umgebaut und um den quadratischen Turm und die Kapelle erweitert. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) gehörte sie den Protestanten. Das Gebäude ist frühgotisch mit sichtbaren Renaissanceelementen, gemauert mit Ziegeln und verputzt. Zu den wertvollsten Denkmälern der Kirche gehören der barocke Hauptaltar aus der zweiten Mitte des 17. Jahrhunderts mit Heiligen- und Engelskulpturen und die aus dem Jahr 1700 stammende Kanzel mit dem Flachrelief, der die Apostel darstellt. In der Kirche befindet sich auch das romanische Steintaufbecken aus dem 16. Jahrhundert. Darauf befindet sich eine unleserliche Aufschrift. Historisch sind hier auch die Kruzifixe, die vom Fryderyk Rogoyski gestiftete Monstranz aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und der Messkelch aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

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